Trend und Lösungsansatz: Achtsamkeit

Meditation und Achtsamkeitstechnik ist der Schlüssel zur Öffnung für Neues im Leben, das aus uns selber erwachsen möchte.

Rudolf Mumenthaler

Now for something completely different: Achtsamkeit, bzw. Mindfulness, wird als ein gesellschaftlicher Trend genannt. Was bedeutet das, und weshalb soll das für die Berufswelt und für Bibliotheken relevant sein? Für mich privat ist Achtsamkeit und bewusstes Leben schon länger ein Thema. Nun tritt es auch im beruflichen Umfeld mehr und mehr in den Vordergrund. Wenn ich sonst in meinem beruflichen Blog über eher technologische Trends aus dem Umfeld von Bibliotheken berichte und kommentiere, gibt es nun also einen Beitrag zum gesellschaftlichen Trend der Achtsamkeit.

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Der schmale Grad zwischen #NewWork & #NewAge

Beitrag von MiSha zur Bitkom KnowTech 2015 Blogparade

Spätestens, wenn ’nüchterne‘ Wirtschaftsmenschen Gedanken wie …

… in aller Selbstverständlichkeit lesen, könnten wir innehalten!

Was ist so besonderes daran?

Noch vor wenigen Jahren fielen solche Gedanken entweder unter die Rubrik „Spinner“ oder „Esoterik“. Wie wurde es möglich, dass Personalverantwortliche auf Messen, Konferenzen und Barcamps mit solchem Gedankengut konfrontiert werden?

Digitale Transformation macht’s möglich!

Erst seit gut 30 Jahren verändern digitale Produkte unser Welt in derart massiv transformativer Art, dass technisch möglich ist, was zuvor nur in NewAge-Kreisen postulierbar war. Computerchips, die eine quantenphysikalische Technologie sind, ergänzen unser zuvor rein lineare – newtonsche – Weltsicht durch drei zusätzliche Faktoren der feinstofflichen Quantenphysik.

  • Quantenphysik ist nicht linear vs. Linearen Newtongesetzen
  • Quantenphysik ist auch nicht objektivierbar vs. feststoffliche Welt
  • sie unterliegt nicht nur dem Ursache/Wirkungsprinzip der Feststofflichkeit
Quantenphysik ist die Welt auf (sub-)atomarer Ebene. Sie wirkt in dem nicht feststofflichen Raum, den wir tatsächlich nicht (be-)greifen können. Das totale Paradoxon dabei: Wollen wir die Vorgänge im Qauntenraum messbar machen, beeinflussen wir mit der Art der Messung das Ergebnis. Sprich, wirkt feststoffliches auf Feinstoffliches, verändert das Feinstoffliche das im Feststofflichen erwartete Ergebnis. Ist doch irre, oder? 
Wer anerkennt, dass Quantenphysik existiert, hat keine diskutable Wahl zu akzeptieren, das die Ära der alleinigen Herrschaft des Entweder/Oders vorüber ist. Spätestens seit der gedanklichen Versuchsanordnung, die als "Schrödingers Katze" bekannt ist, begann die Welt der Quanten das #SowohlAlsAuch auf unser (auch digitales) Lebensspielfeld zu setzen.

Die Konsequenzen, die #NewAge Anhänger zunächst unter Verwendung psychedelischer Drogen und in weiter zeitlichen Folge viel leiser mittels Achtsamkeitstechniken wie Yoga und Mediation als Bewusstseinswandel titulieren, konnten bis dato leichtfertig als spirituös oder esotöricht abgetan werden. An dem folgenden Satz wird der Wandel besonders klar.

Alles ist mit Allem Verbunden 

Heute, da fast jeder ein mobiles Device in der Hosen-, Jacken oder Handtasche trägt, hat dieser Satz seine zuvor spaltende esotörichte Bedeutung durch eine neue Realität eingebüßt. Auch Arbeitsplätze, die „losgelöst von Zeit und Raum“ sind spiegeln die neue Realität wieder, die die Quantentechnologien in beinahe gespenstischer Geschwindigkeit in jeden Winkel unseres Alltags kommen lassen.

Science Fiction: Wir brauchen humanistische Visionen von Melanie Vogel
Science Fiction: Wir brauchen humanistische Visionen von Melanie Vogel

e=mc2 macht neue Visionen möglich

In dem für mich herausragendsten Beitrag zur Bitkom Blogparade schreibt Melanie Vogel davon, dass wir uns neue Science Fiction einfallen lassen sollten, in der wir uns ein Bild von dem machen, wie wir uns die Zukunftswelt der Arbeit wünschen. Spätestens seit Albert Einsteins Relativitätstheorie, die uns die digitale (R)eLOVEution beschert hat gilt …

… Bewusstsein schafft Realität 

In unserer Vision der neuen Arbeitswelt entsteht Wertschöpfung durch Wertschätzung (Zitat: Bodo Janssen) und damit stehen Glück und Zufriedenheit der MitarbeiterInnen im Vordergrund. Unternehmenszweck und Sinnhaftigkeit des Tuns der MitarbeiterInnen gehören für uns (Maitri Bodh Corporate Services – MBP International GmbH) unmittelbar zusammen. Wir glauben, dass jedes Unternehmen und Mitarbeiter dies über folgende Schritte erreichen kann.

In der Arbeitswelt von Morgen …

  1. schöpft jedes Individuum aus seiner erwachten inneren Kraft
  2. dadurch erfahren wir persönliches Glück (im Arbeitsprozess)
  3. sodass Ziele, richtige Handlungen in Balance sind
  4. und Herausforderungen mit Freude angenommen werden
  5. um so anteilnehmend kommunizieren zu können
  6. dass Erfolg aus dem (Quanten-) Nichts möglich wird
  7. die aus Kreativität und Innovation Wertschöpfung schafft.

… ist Wertschöpfung durch Corporate Happiness* Selbstverständlichkeit!

Für uns ist Glück in Unternehmen die Antwort auf die grossen Fragen der Zukunft, die durch inneres Wachstum und Stärkung der Qualitäten von ArbeitnehmerInnen durch Arbeitgeber entsteht. Überzeugen Sie sich selbst. Das Unternehmen Upstaalboom im folgenden Video z.Bsp. hat durch Investitionen in die Kreativität, Sinn und Achtsamkeit seiner MitarbeiterInnen nicht nur Fehlzeiten reduzieren können, sondern auch exponentielles Wachstum ermöglicht.

*Corporate Happiness® ist ein eingetragenes Warenzeichen der Dreamteam Academy GmbH

Die Top-Entscheider der Welt – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – erkennen, dass das Wohlbefinden der Menschen im Mittelpunkt allen Tuns steht. Zitat Futability

 Weitere Beiträge zur Blogparade der Bitkom KnowTech 2015:

Massive Transformative Purpose – #Arbeiten40 #HRLab

Persönliche Einleitung: Treffender konnte Rudy de Waele den Purpose meiner Reise nach Köln in seinem Vortrag “Reshaping the work in the digital Age” nicht bezeichnen. Ich war eingeladen in der Bloggerlounge der Zukunft Personal zu sprechen. Nach weit mehr als einem Jahr persönlicher Transformationsarbeit, sah ich in der Einladung eine hervorragende Gelegenheit, für die Keynote bei der Personal Austria im November zu üben. Aber nun zur Sache:

“Glückliche Mitarbeiter UND wirtschaftlichen Erfolg zusammen bringen”

Die als Feststellung formulierte These der offiziellen Zukunft Personal Blogparade zum Schwerpunktthema #Arbeiten4.0 bildet den Teppich auf dem dem ich durch die größte Human Resources Messe, Europas “flog”. Denn der Fokus mit dem ich die Messe besuchte war die Frage, wie weit Unternehmen das auch hinter #Arbeiten4.0 stecktende Thema (digitaler) Transformation im Bewusstsein des Arbeitsalltags integriert haben.

In der Zukunft wird alles digitali- (und robotisiert) was repetetiv ist

Zwei Vorträge reichten mir um meine Wahrnehmung, aber auch Glauben an die Entwicklung der Zukunft zu bekräftigen. Die Transformation unserer Arbeitswelt ist in vollem Gange. Das besondere daran, die Transformation bzw. der Wandel vollzieht sich auch ohne, dass der Einzelne gestaltet. Es steht uns frei uns dagegen zu sträuben oder mit den Wandel der durch die Quantentechnologien (siehe Interview), die durch Halbleiter möglich wurden mitzugehen, besser noch zu gestalten.

Ausblick 2020: Die Digitalisierung des Recruitings

Schon die Saalumfrage Gero Hesses (Saatkorn.com) wer glaube, dass alles was digitalisierbar ist auch digitalsiert werde ergab bei 70% der ZuhörerInnen ein JA. Die benötigten Kompetenzen für die Arbeitswelt der Human Resourcer der Zukunft beschrieb Herr Hesse mit folgenden Stichpunkten:

  • Zeitraumbezogenes Denken statt Zeitpunktbezug
  • Social- und Netzwerk-Kompetenzen
  • IT Kompetenzen
  • Lernfähigkeit und Neugier
  • grundlegendes Businessverständnis*
  • Vertriebsgen*

Um zu skizzieren, was mit *Businessverständnis und *Vertriebsgen gemeint ist, schwenke ich kurz in eine Blogger-Session von Jan Kirchner (Wollmilchsau) zu dessen Beginn Jan sein Personalerpublikum fragte, wie viele KarriereseitenbesucherInnen die teilnehmenden Unternehmen hätten. “Sind es mehr als 10.000 Besucher, mehr als 5.000, weniger als 1.000?” Hammer!!! Nicht eine/r konnte eine Antwort geben!!!

“Wären Sie Vertriebler und ich Ihr Chef müsste ich Sie spätestens jetzt kündigen. Wenn es Ihr Job ist Stellen im Unternehmen zu besetzen, dann ist Ihre Karrierewebseite Ihr Zalando- oder Amazonshop. Sie müssen mit den Kennzahlen arbeiten.”

Aber keine Sorge, der Wandel vollzieht sich auch ohne Sie. Denn er wird vor allem von den Unternehmen gestaltet, die solche (Basis-) Hausaufgaben gemacht haben.

#Arbeiten4.0 heißt auch Bewusstsein für vernetztes Denken & Handeln zu entwickeln

MTP_Massive-Transformative-Purpose_ZukunftPersonal_HRMexpo_ZP15
MTP = Massive Transformative Purpose

Es reicht also nicht nur Technik einzukaufen, deren Nutzen uns Verkäufer mit Ihren Argumenten als unentbehrlich zu beschreiben. Es ist viel wichtiger ein Bewusstsein für die eigentliche Transformation, die hinter den technologischen Entwicklungen stecken zu bekommen. Kaum jemand weiß, dass die Technologien, die wir mit auf Quantenphysik beruhenden Halbleitern in unsere Leben hineinliessen langfristig Transformation in jeden Winkel unser Lebensbereiche bringen. Denn nunmehr ist “Alles mit Allem verbunden”.

Die Basis hechelt mangels Bewusstsein dem Wandel hinterher

Persoblogger Stefan Scheller hat es mit seinen sehr kritischen Gedanken zu Arbeiten4.0 bereits wunderbar beschrieben: “Innovationsthemen kommen bei der HR-Basis nicht an” und werden “als Säue mit solch kurzen Haltbarkeitsdaten durch das HR-Dorf getrieben”.

Aber was hat das ganze mit meinem Eingangsstatement und der These über den Ausgleich zwischen glücklichen MitarbeiterInnen und wirtschaftlichem Erfolg zu tun? Sehr viel, wie nicht nur Gero Hesse klarmachte. Der schon eingangs erwähnte in Großbritannien lebende StartUp Tausendsassa Rudy the Waele (shift2020) führte eindrücklich vor, welche technischen Trends nach der mobilen (R)evolution, die binnen der letzten 5 Jahre Einzug in nahezu jede Hosen- und Handtasche hielt vor uns liegen. Er prophezeit uns die Robotisierung unseres Alltagslebens binnen der kommenden 5-10 Jahre.

Everything which is repetetive will be digitalized and workforce will be robotized! Rudy de Waele

Bei den Konsequenzen daraus stützt er sich auf vielerlei Studien. Und er ist nicht alleine mit der Meinung, dass viele Berufsbilder aus der industriellen Revolution zukünftig komplett automatisiert ablaufen werden. Eine der wichtigsten Folgen ist, dass sich die Aufgaben von uns Menschen in der nahen Zukunft noch weiter wandeln werden.

Laut einer Studie von Deloitte geht es der so genannten Gen-Y schon heute mehr um den “Purpose” (Sinn & Zweck) Ihres Tuns, als dem reinen Profit.

Während die einen den Fachkräftemangel titulieren, wird aus den Möglichkeiten der technologischen Entwicklungen ein Gegentrend zum heutigen linearen Handeln erkennbar.

  • es bleibt mehr Zeit für Sinnvolles
  • wir Menschen sind herausgefordert unsere Einzigartigkeit zu nutzen
  • Arbeitgeber sind gefordert Ihre Mitarbeiter ins Zentrum zu stellen. Unternehmen wie Apple, Google & Co. bauen ganze Lebensräume für Ihre Creative Forces. (Anm. erinnert mich an alte Industriefamilien Krupp aus dem Ruhrgebiet)
  • Arbeitgeber, die sich um das Well-Being Ihrer Mitarbeiter kümmern, haben die Chance an der Zukunft mit zu partizipieren

Nur kreatives (nicht repetetives) Denken und Handeln von MitarbeiterInnen wird das entstehen lassen können, was den wirtschaftlichen Erfolg der heute erfolgreichsten Unternehmen ausmacht. Denn die heute wertvollsten Unternehmen der Informationsära haben alle eine Gemeinsamkeit. Das Potential die Welt wie sie zuvor war, zu transformieren.

Die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen hängt am transformativen Purpose

Die Frage an uns Menschen und damit auch an die Unternehmen, die zukunftsfähig sein wollen, lautet:

Wofür bist Du da? Welchen Beitrag für die Welt möchtest Du wirklich leisten? Und in wie fern wird dieser Beitrag in Unternehmen dazu führen wirtschaftlich erfolgreich zu sein?“

Die größte Transformationskraft liegt im Gesamtorganismus eines jeden Unternehmens, der aus Menschen besteht. Unternehmen, denen es gelingt ihren Purpose bestmöglich mit denen der Mitarbeiter zu synchronisieren werden am meisten aus der wahren Human-Re-Source schöpfen können.

Wie passen Glücklichsein & wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen zusammen?

Um in meinem #MeetTheBlogger Vortrag den gewünschten Drahtseilakt zwischen Quantenphysik (Digital Transformation) auf der Einen und Employer- vs. Employee Branding (Human Transformation) zu meistern, nutzte ich wie seit 2 Jahren die maslowsche Bedürfnispyramide als Simplifizierungswerkzeug. Vor 70 Jahren klassifizierte Abraham Maslow aufeinander aufbauende menschliche Bedürfnisgruppen, die auch heute bestens geeignet sind, um Entwicklungen durchzudeklinieren. Er ging davon aus, dass damals lediglich die erste Bedürfnisstufe nämlich die Existenz gesichert sei.
Maslow-Arbeiten40Die Wissenschaft, die zur zweiten maslowschen Sicherheitsebene zählt, brachte uns sowohl newtonsche Linearität, als auch einsteinsche Relativität. Durch die Digitalisierung bis in jede Hosentasche (Mobilgeräte) ist es möglich geworden, dass die dritte Ebene, die Maslow Liebe nannte (Soziale Ebene) in jedem Augenblick in den digitalen Arbeitsalltag sickert.

Glück ist der neue Return on Investment für Ihre Mitarbeiter: Investieren Sie in Kreativität, Sinn und Achtsamkeit“ Rudy de Waele shift2020

In Zeiten, da wir Menschen fast alles haben und unsere Kinder das Wort Haben fast aus dem Wortschatz verloren haben, stehen Liebe (Verbundenheit), Wertschätzung und Selbstverwirklichung als Bedürfnisse hoch im Kurs. Wer seine MitarbeiterInnen so wertschätzend fördert, dass im beruflichen Rahmen jeder seinen eigenen Weg gehen darf und sein Potential im Sinne von „werde was Du bist“ ausschöpfen kann, steigert unweigerlich das betriebliche Ergebnis.

Verdoppelung des Umsatzes durch Corporate Happiness

Corporate Happiness ist die Antwort auf die grossen Fragen der Zukunft, die durch inneres Wachstum und Stärkung der Qualitäten von ArbeitnehmerInnen durch Arbeitgeber entsteht. Überzeugen Sie sich selbst. Das Unternehmen im folgenden Video z.Bsp. hat durch Investitionen in die Kreativität, Sinn und Achtsamkeit seiner MitarbeiterInnen nicht nur Fehlzeiten reduzieren können, sondern auch exponentielles Wachstum ermöglicht.

Weitere Beiträge zur Blogparade der Zukunft Personal

Arbeiten 4.0 – Haben New Work Verweigerer am Ende doch Recht?

Der @Persoblogger -wie sollte es auch anders sein- schaut in seinem Beitrag zur Blogparade über den Generationen-Horizont hinaus, um dem Mythos #Arbeiten40 dahin zu rücken, wo er hingehört: In eine mögliche anhaltende Entwicklung, die sich aufgrund folgender Generationen wiederum weiter entwickeln und Brüche erleben wird.

Souveränität

Ich glaube, dass der Wunsch nach individueller Souveränität nicht mehr wegzudenken ist.

Danke aus Wien.
Michael Rajiv Shah

P.S.: Meet me, einen der #ZP15 BLOGGER am 17.09. um 10 Uhr auf der Zukunft Personal. Vor dem Persoblogger .-)

HR-Blog Persoblogger.de

Die HR-Fachmesse Zukunft Personal 2015 hat sich den Titel „arbeiten 4.0“ gegeben und bereits im Vorfeld eine Blogparade gestartet unter dem etwas sperrigen Motto „Müssen Personaler zu Experimentier-Agents für „arbeiten 4.0“ werden? Und wenn ja, wie?“.

Das klingt alles sehr hochtrabend und ist für viele Arbeitnehmer nicht wirklich greifbar beziehungsweise stark erklärungsbedürftig. In diesem Beitrag möchte ich einmal bewusst eine provokative Gegenposition zum Arbeiten 4.0, (oft auch: New Work) beziehen. Zum einen passt das zu meiner Ausrichtung als kritischer HR-Blog. Zum anderen werden Sie im Rahmen der Blogparade der ZP15 genügend Lesestoff finden, der Sie dazu veranlassen soll, sich mit Ihrem Unternehmen in Richtung „Arbeit 4.0“ zu bewegen.

Haben New-Work-Verweigerer am Ende sogar Recht? Haben New-Work-Verweigerer am Ende sogar Recht?

Also wage ich den Versuch und starte mit der Behauptung: Unternehmen und Personaler, die sich lange genug gegen den Trend der New Work stellen, werden am Ende als Sieger auf das Podest steigen.

Klingt völlig…

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Ali Mahlodji – Ein Vorbild in Angstüberwindung

Zunächst beobachtete ich Ali Mahlodji, den CEO und Chief Storyteller von whatchado, aus den Augenwinkeln. Es war in den Anfangszeiten, als Ali und sein Partner Jubin Honarfar ihr Office noch im Impact Hub Vienna hatten. Ich verlor die beiden aus den Augen. Erst im November 2013, als die Best Recruiters Studie aufzeigte, dass die Vision whatchado in kürzester Zeit Kopf an Kopf mit den gesetzten Unternehmen wie XING & kununu läuft, waren Ali und seine Mission der Inspiration und Orientierung für den Beruf erstmals voll präsent.

Meine erste Bewerbung seit 13 Jahren

Nach Überwindung meines Social Media Burn Outs im Sommer 2014, wurde aus einem lang geplanten Kaffee mit Ali meine erste Bewerbung seit 2001. Das, was Ali von seinen mannigfaltigen Angstüberwindungen und seiner Mission erzählte, erzeugte einen Sog für mich. Endlich ein Stern am Human Resources Himmel, der den Begriff dahin lenkt, wo er m.E. herkommt … zur menschlichen Quelle.

Human-Resources_Zurueck-zu-menschlichen-Quellen

In Q4/2014 war es dann soweit. Im Saleszentrum von whatchado durfte ich tagtäglich die praktische „Angstüberwindungskultur“ und die positiven Auswirkungen dieser neurologischen Neuprogrammierung erleben. In wöchentlichen Salesmeetings, Wochenauftaktfrühstücken und partyartigen Kurzmotivationen wurde für mich sowohl eine Kultur des offenen Umgangs mit Ängsten, mit dem Scheitern einerseits, und andererseits dem beinahe reflexartigen Austro-Persischen …

Geh scheißen Angst; wir haben eine Mission! 
Die Angst zeigt uns nur, welche Herausforderungen wir auf dem Weg der Mission zu meistern haben.

 … erfahrbar.

Angst, das wichtigste Thema unserer Zeit!?

Gestern erinnerte mich Alis Blogpost (spannend ohne „wie geil ist das denn“ 😉 ) zu seinem Wunschmentor Prof. Dr. Gerald Hüther (wow, wie geil ist das denn?!!!) daran, dass ich schon lange über die Essenz meiner 3 Monate whatchado schreiben wollte, aber keinen Ansatzpunkt gefunden hatte. Gerald Hüther, der mich schon bei meinem ersten Buch beflügelte, und der Film Alphabet bringen die entscheidende Synapsenverbindung.

Warum ist Angst so ein wichtiges Thema?

  • Die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, spüren, dass unser Leben sowohl aus ökologischer, kultureller, struktureller, zwischenmenschlicher Sicht etc. so nicht mehr weitergehen kann
  • Gleichzeitig haben die meisten von uns das Gefühl, nichts ändern zu können, weil wir zu klein, zu unwichtig, zu bedeutungslos etc. seien
  • auch glauben die meisten, nur etwas ändern zu können, indem wir aus dem Geldsystem bzw. dem aktuellen Wirtschaftssystem aussteigen
  • wer aus dem System aussteigt, verliert die Quelle aktuellen Wohlstands
  • Angst setzt beim Urtrieb der Versorgung an und macht Stress

Wer den Gedanken weiterführt, kommt zu einem unendlichen Angstkreislauf. Ein Kreislauf, der uns in Stress versetzt, unser Angstsystem weiter füttert, in Burnout und Krankheit führt. Ali Mahlodji, der aus dem Iran flüchten musste, der gestottert hat und sich jedes Jahr mindestens einer neuen grossen Challenge stellt, ist für mich ein Inbegriff der Überwindung dieses Kreislaufs.

Ali Mahlodji und sein whatchado Team ist ein wichtiges Unternehmensbeispiel dafür, dass es möglich ist, diese Angstkreisläufe erfolgreich zu durchbrechen. Dass whatchado alle Nase lang Preise wie z.Bsp. den HR Excellence Award gewinnt, mit Leichtigkeit einen Großteil der DAX30 in die Kundenliste aufnehmen konnte, Unternehmen wie Siemens Ihr XING Profil mit whatchado branden, in D-A-CH bei allen fortschrittlichen Personalisten hoch angesehen werden, und von Vortrag zu Vortrag eingeladen werden, hat nicht zuletzt mit der angstüberwindenden positiven Botschaft zu tun.

XING Unternehmensprofil der Siemens AG

Ali, Du hast etwas, das die Welt braucht

Ich weiss nicht, was es war, das Dich so initiiert hat. Ich musste dafür nach meinem Abschied bei Euch nach Indien fliegen. Ich weiss nur, dass Du/ihr ein sehr wichtiger Teil unserer Gesellschaft seid, und wünsche Dir und dem whatchado Team, dass Eure Transformationskraft als Erfahrung in alle Unternehmen, mit denen Ihr zu tun habt, hineinsickern kann. Wer weiss, vielleicht ist es sogar Eure Aufgabe, Rüstungskonzerne und deren Zulieferer zu transformieren. 😉

Einen Mentor, der Dich/euch dahin initiieren kann stelle ich euch gerne vor. Alles Liebe, euer MiSha

Ich erfahre also weiß ich! Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter ist flexibel und natürlich

Ich bin aus verschiedenen Gründen aufgeregt. Es ist mehr als ein Jahr her, dass ich an meiner letzten Blogparade der CeBIT zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ teilnahm. Hinzu kommt, dass ich hier erstmals für ein Gemeinschaftsprojekt blogge. Womit ich auch schon mitten drin in meiner Sicht zum Thema bin, denn je mehr ich weiß, desto schwerer tue mich mit dem Begriff Wissen.

Entsteht Wissen oder ist es da?

Nachdem ich mehrere Stunden mit der Webrecherche zu Wissen, Wissenstheorie, Wissensarbeit, Wissenskonstruktion usw. verbracht habe, musste ich feststellen, dass Wissensprozesse oft von Schmerzen, tiefgreifenden Erfahrungen, vor allem aber harter Arbeit geprägt zu sein scheinen. Niemand kommt auf die Idee, dass Wissen schon von Geburt an in uns verankert ist.

Damit meine ich das Wissen, das uns dazu bringt aus einer Eizelle und einem Samen ein Lebewesen werden zu lassen; durch Hinfallen und wieder Aufstehen das Gehen zu lernen. Bevor wir Lebewesen wurden oder Gehen konnten, wussten wir nicht, dass alle Fähigkeiten, die wir später Wissen nennen schon in der Eizelle und dem Samen abgespeichert waren.

Vom Wissen zur Gewissheit

Erfahrungen wie aus Eizelle & Samen zum Lebewesen geworden zu sein, gehen zu können oder Erfahrungen technischer Do-it-yourself Problemlösungen wie im Beitrag zur aktuellen newworker Blogparade von Sabrina Heuer-Diakow beschrieben, führen von innerem Wissen zu Gewissheit.

Das optimale Setting für Wissensarbeit ist absolute Flexibilität auf allen Ebenen

Bei mir lief es gerade so ab. Meine Tochter, die heute schulfrei hat wechselt von Ihrem Zimmer ins Schlafzimmer zum Wohnzimmer, wo ich schreibe und ich mich durch Ihr „Wissensarbeiten“ bei dem sie fortwährend singt, gestört fühle. Ich wechsle also mein Setting und erlaube mir die Erfahrung zu machen mich selber in den Fokus (siehe HAYS-Studie weiter unten) zu rücken, in dem ich den Raum wechsle, anstatt auf dem „ich war zuerst da“ zu beharren. Lars Hahns Beitrag 7 Faktoren für die perfekte Arbeitsumgebung würde ich daher mit absoluter zeitlicher, räumlicher und technischer Flexibilität gleichsetzen.

Mein Kind das perfekte Wissenslernfeld

Meine Tochter wird bald 7 Jahre alt. Es dauerte gerade mal 7 Tage bis dass Sie Schule „sch…“ fand. Ich durfte lernen, dass das Schulsetting ihr vorhandenes Wissen wie z.Bsp. die Fähigkeit aus sich selbst heraus Lesen lernen zu können, lediglich behindert, nicht aber zur Gänze verhindern kann. Als sich Ostern ein Matheproblem abzeichnete, wechselten wir das Lernsetting in die Gute Nachtgeschichte und liessen Feen mit Händen und Füßen addieren und subtrahieren.

Eigenverantwortung mit Herz

Für mich besteht Wissensarbeit darin, theoretisch Gehörtes, Gesehenes, Gelesenes und genetisch längst vorhandenes Wissen durch Erfahrung so zu synchronisieren, dass ein echter nie wieder vergessbarer Lernerfahrungsprozess daraus wird. Der wichtigste Schritt dahin ist auf das eigene Herz zu hören und den Schritt zu wagen es selber zu tun, anstatt dem Anderen (z.Bsp. Schule, Arbeitgeber, Kunden etc.) einen Vorwurf zu machen, dass er anders funktioniere als man selber.

Studie zur Wissensarbeit in Unternehmen

Bei meinen Recherchen zur Wissensarbeit stiess ich auf die Wissensarbeiter-Studie von HAYS mit über 400 Führungskräften, internen und externen Wissensarbeitern gemacht hat. Dabei wurde sechs Thesen herausgestellt, die Wissensarbeit in Unternehmen ausmachen sollte.

Wissensarbeit im Management

Übrigens interessanter Sidestep ist die unterschiedliche Nutzung Sozialer Medien durch externe und interne Wissensarbeiter.

Individuen im Mittelpunkt & Fokus

Der wichtigste Punkt für Wissensarbeiter der HAYS-Studie, aber auch der bloggende KollegInnen, scheinen die individuellen Bedürfnisse von WissensarbeiterInnen zu sein. Das ist die wohl sicher größte Herausforderung für die meisten Unternehmenskulturen, die sich Mitarbeiter eher als Funktionserfüller wünschen, denn als Individuen mit Herz und Verstand.

Corporate Excellence Evolution

Im Informationszeitalter sind Wissensarbeiter der Regelfall. Leider sind die sechs Thesen der HAYS Studie in westlichen hierarchischen Systemen ungeeignet Individualität in den Fokus zu rücken. Netzwerke werden mehr als Seilschaften gelebt; Controlling und Betriebswirtschaft überschatten alle menschlichen Bereiche, anstatt sie zu befruchten.

Um das Arbeitsumfeld für die Wissensarbeit besser zu gestalten, müssen erfahrungsbasierte Prozesse in den Vordergrund rücken, die so schöne Bilder, wie das der Glaskugeln von Katharina Brogsitter Wirklichkeit werden lassen. Am besten schauen Unternehmensentscheider ihren Kindern dabei zu, wie sie ihr inneres Wissen durch Erfahrung entfalten und vertrauen darauf, dass wir Erwachsenen diese Fähigkeiten, das Herz und die Liebe noch immer uns sind.

CEE Summit - Corporate Excellence Evolution Summit in DüsseldorfWer lernen möchte diese Fähigkeit zurück in Unternehmen zu bringen, ist herzlich zum CEE Summit in Düsseldorf eingeladen. Es geht nicht um Wissensvermittlung oder Wissensarbeit, sondern um die Möglichkeit Wissen es an sich selbst zu erfahren.

Weitere Beiträge zur Blogparade: