Ali Mahlodji – Ein Vorbild in Angstüberwindung

Zunächst beobachtete ich Ali Mahlodji, den CEO und Chief Storyteller von whatchado, aus den Augenwinkeln. Es war in den Anfangszeiten, als Ali und sein Partner Jubin Honarfar ihr Office noch im Impact Hub Vienna hatten. Ich verlor die beiden aus den Augen. Erst im November 2013, als die Best Recruiters Studie aufzeigte, dass die Vision whatchado in kürzester Zeit Kopf an Kopf mit den gesetzten Unternehmen wie XING & kununu läuft, waren Ali und seine Mission der Inspiration und Orientierung für den Beruf erstmals voll präsent.

Meine erste Bewerbung seit 13 Jahren

Nach Überwindung meines Social Media Burn Outs im Sommer 2014, wurde aus einem lang geplanten Kaffee mit Ali meine erste Bewerbung seit 2001. Das, was Ali von seinen mannigfaltigen Angstüberwindungen und seiner Mission erzählte, erzeugte einen Sog für mich. Endlich ein Stern am Human Resources Himmel, der den Begriff dahin lenkt, wo er m.E. herkommt … zur menschlichen Quelle.

Human-Resources_Zurueck-zu-menschlichen-Quellen

In Q4/2014 war es dann soweit. Im Saleszentrum von whatchado durfte ich tagtäglich die praktische „Angstüberwindungskultur“ und die positiven Auswirkungen dieser neurologischen Neuprogrammierung erleben. In wöchentlichen Salesmeetings, Wochenauftaktfrühstücken und partyartigen Kurzmotivationen wurde für mich sowohl eine Kultur des offenen Umgangs mit Ängsten, mit dem Scheitern einerseits, und andererseits dem beinahe reflexartigen Austro-Persischen …

Geh scheißen Angst; wir haben eine Mission! 
Die Angst zeigt uns nur, welche Herausforderungen wir auf dem Weg der Mission zu meistern haben.

 … erfahrbar.

Angst, das wichtigste Thema unserer Zeit!?

Gestern erinnerte mich Alis Blogpost (spannend ohne „wie geil ist das denn“ 😉 ) zu seinem Wunschmentor Prof. Dr. Gerald Hüther (wow, wie geil ist das denn?!!!) daran, dass ich schon lange über die Essenz meiner 3 Monate whatchado schreiben wollte, aber keinen Ansatzpunkt gefunden hatte. Gerald Hüther, der mich schon bei meinem ersten Buch beflügelte, und der Film Alphabet bringen die entscheidende Synapsenverbindung.

Warum ist Angst so ein wichtiges Thema?

  • Die meisten Menschen, mit denen ich zu tun habe, spüren, dass unser Leben sowohl aus ökologischer, kultureller, struktureller, zwischenmenschlicher Sicht etc. so nicht mehr weitergehen kann
  • Gleichzeitig haben die meisten von uns das Gefühl, nichts ändern zu können, weil wir zu klein, zu unwichtig, zu bedeutungslos etc. seien
  • auch glauben die meisten, nur etwas ändern zu können, indem wir aus dem Geldsystem bzw. dem aktuellen Wirtschaftssystem aussteigen
  • wer aus dem System aussteigt, verliert die Quelle aktuellen Wohlstands
  • Angst setzt beim Urtrieb der Versorgung an und macht Stress

Wer den Gedanken weiterführt, kommt zu einem unendlichen Angstkreislauf. Ein Kreislauf, der uns in Stress versetzt, unser Angstsystem weiter füttert, in Burnout und Krankheit führt. Ali Mahlodji, der aus dem Iran flüchten musste, der gestottert hat und sich jedes Jahr mindestens einer neuen grossen Challenge stellt, ist für mich ein Inbegriff der Überwindung dieses Kreislaufs.

Ali Mahlodji und sein whatchado Team ist ein wichtiges Unternehmensbeispiel dafür, dass es möglich ist, diese Angstkreisläufe erfolgreich zu durchbrechen. Dass whatchado alle Nase lang Preise wie z.Bsp. den HR Excellence Award gewinnt, mit Leichtigkeit einen Großteil der DAX30 in die Kundenliste aufnehmen konnte, Unternehmen wie Siemens Ihr XING Profil mit whatchado branden, in D-A-CH bei allen fortschrittlichen Personalisten hoch angesehen werden, und von Vortrag zu Vortrag eingeladen werden, hat nicht zuletzt mit der angstüberwindenden positiven Botschaft zu tun.

XING Unternehmensprofil der Siemens AG

Ali, Du hast etwas, das die Welt braucht

Ich weiss nicht, was es war, das Dich so initiiert hat. Ich musste dafür nach meinem Abschied bei Euch nach Indien fliegen. Ich weiss nur, dass Du/ihr ein sehr wichtiger Teil unserer Gesellschaft seid, und wünsche Dir und dem whatchado Team, dass Eure Transformationskraft als Erfahrung in alle Unternehmen, mit denen Ihr zu tun habt, hineinsickern kann. Wer weiss, vielleicht ist es sogar Eure Aufgabe, Rüstungskonzerne und deren Zulieferer zu transformieren. 😉

Einen Mentor, der Dich/euch dahin initiieren kann stelle ich euch gerne vor. Alles Liebe, euer MiSha

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Ich erfahre also weiß ich! Die perfekte Arbeitsumgebung für Wissensarbeiter ist flexibel und natürlich

Ich bin aus verschiedenen Gründen aufgeregt. Es ist mehr als ein Jahr her, dass ich an meiner letzten Blogparade der CeBIT zum Thema „Arbeitsplatz der Zukunft“ teilnahm. Hinzu kommt, dass ich hier erstmals für ein Gemeinschaftsprojekt blogge. Womit ich auch schon mitten drin in meiner Sicht zum Thema bin, denn je mehr ich weiß, desto schwerer tue mich mit dem Begriff Wissen.

Entsteht Wissen oder ist es da?

Nachdem ich mehrere Stunden mit der Webrecherche zu Wissen, Wissenstheorie, Wissensarbeit, Wissenskonstruktion usw. verbracht habe, musste ich feststellen, dass Wissensprozesse oft von Schmerzen, tiefgreifenden Erfahrungen, vor allem aber harter Arbeit geprägt zu sein scheinen. Niemand kommt auf die Idee, dass Wissen schon von Geburt an in uns verankert ist.

Damit meine ich das Wissen, das uns dazu bringt aus einer Eizelle und einem Samen ein Lebewesen werden zu lassen; durch Hinfallen und wieder Aufstehen das Gehen zu lernen. Bevor wir Lebewesen wurden oder Gehen konnten, wussten wir nicht, dass alle Fähigkeiten, die wir später Wissen nennen schon in der Eizelle und dem Samen abgespeichert waren.

Vom Wissen zur Gewissheit

Erfahrungen wie aus Eizelle & Samen zum Lebewesen geworden zu sein, gehen zu können oder Erfahrungen technischer Do-it-yourself Problemlösungen wie im Beitrag zur aktuellen newworker Blogparade von Sabrina Heuer-Diakow beschrieben, führen von innerem Wissen zu Gewissheit.

Das optimale Setting für Wissensarbeit ist absolute Flexibilität auf allen Ebenen

Bei mir lief es gerade so ab. Meine Tochter, die heute schulfrei hat wechselt von Ihrem Zimmer ins Schlafzimmer zum Wohnzimmer, wo ich schreibe und ich mich durch Ihr „Wissensarbeiten“ bei dem sie fortwährend singt, gestört fühle. Ich wechsle also mein Setting und erlaube mir die Erfahrung zu machen mich selber in den Fokus (siehe HAYS-Studie weiter unten) zu rücken, in dem ich den Raum wechsle, anstatt auf dem „ich war zuerst da“ zu beharren. Lars Hahns Beitrag 7 Faktoren für die perfekte Arbeitsumgebung würde ich daher mit absoluter zeitlicher, räumlicher und technischer Flexibilität gleichsetzen.

Mein Kind das perfekte Wissenslernfeld

Meine Tochter wird bald 7 Jahre alt. Es dauerte gerade mal 7 Tage bis dass Sie Schule „sch…“ fand. Ich durfte lernen, dass das Schulsetting ihr vorhandenes Wissen wie z.Bsp. die Fähigkeit aus sich selbst heraus Lesen lernen zu können, lediglich behindert, nicht aber zur Gänze verhindern kann. Als sich Ostern ein Matheproblem abzeichnete, wechselten wir das Lernsetting in die Gute Nachtgeschichte und liessen Feen mit Händen und Füßen addieren und subtrahieren.

Eigenverantwortung mit Herz

Für mich besteht Wissensarbeit darin, theoretisch Gehörtes, Gesehenes, Gelesenes und genetisch längst vorhandenes Wissen durch Erfahrung so zu synchronisieren, dass ein echter nie wieder vergessbarer Lernerfahrungsprozess daraus wird. Der wichtigste Schritt dahin ist auf das eigene Herz zu hören und den Schritt zu wagen es selber zu tun, anstatt dem Anderen (z.Bsp. Schule, Arbeitgeber, Kunden etc.) einen Vorwurf zu machen, dass er anders funktioniere als man selber.

Studie zur Wissensarbeit in Unternehmen

Bei meinen Recherchen zur Wissensarbeit stiess ich auf die Wissensarbeiter-Studie von HAYS mit über 400 Führungskräften, internen und externen Wissensarbeitern gemacht hat. Dabei wurde sechs Thesen herausgestellt, die Wissensarbeit in Unternehmen ausmachen sollte.

Wissensarbeit im Management

Übrigens interessanter Sidestep ist die unterschiedliche Nutzung Sozialer Medien durch externe und interne Wissensarbeiter.

Individuen im Mittelpunkt & Fokus

Der wichtigste Punkt für Wissensarbeiter der HAYS-Studie, aber auch der bloggende KollegInnen, scheinen die individuellen Bedürfnisse von WissensarbeiterInnen zu sein. Das ist die wohl sicher größte Herausforderung für die meisten Unternehmenskulturen, die sich Mitarbeiter eher als Funktionserfüller wünschen, denn als Individuen mit Herz und Verstand.

Corporate Excellence Evolution

Im Informationszeitalter sind Wissensarbeiter der Regelfall. Leider sind die sechs Thesen der HAYS Studie in westlichen hierarchischen Systemen ungeeignet Individualität in den Fokus zu rücken. Netzwerke werden mehr als Seilschaften gelebt; Controlling und Betriebswirtschaft überschatten alle menschlichen Bereiche, anstatt sie zu befruchten.

Um das Arbeitsumfeld für die Wissensarbeit besser zu gestalten, müssen erfahrungsbasierte Prozesse in den Vordergrund rücken, die so schöne Bilder, wie das der Glaskugeln von Katharina Brogsitter Wirklichkeit werden lassen. Am besten schauen Unternehmensentscheider ihren Kindern dabei zu, wie sie ihr inneres Wissen durch Erfahrung entfalten und vertrauen darauf, dass wir Erwachsenen diese Fähigkeiten, das Herz und die Liebe noch immer uns sind.

CEE Summit - Corporate Excellence Evolution Summit in DüsseldorfWer lernen möchte diese Fähigkeit zurück in Unternehmen zu bringen, ist herzlich zum CEE Summit in Düsseldorf eingeladen. Es geht nicht um Wissensvermittlung oder Wissensarbeit, sondern um die Möglichkeit Wissen es an sich selbst zu erfahren.

Weitere Beiträge zur Blogparade: